Neuss behindertengerecht altersgerecht barrierefrei generationenfreundlich umbauen an- und ausbauen mit Partner-Handwerkern von rufdenprofi. "Aktuelles Thema der NGZ vom 21.12.2017“

5. Jan, 2018

Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat die neue Landesbauordnung festgezurrt: Ab 2019 sollen alle neuen Wohnungen barrierefrei sein. Die Rollstuhl-Quote wird im Gegenzug abgeschafft.

​Quelle: Neuss-Grevenbroicher-Zeitung vom 21.12.2017/Seite 1 - NGZ
VON THOMAS REISENER

DÜSSELDORF. Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) hat die Eckpunkte für eine neue Landesbauordnung in NRW festgelegt. Der interne Entwurf ihres Ministeriums, der unserer Redaktion vorliegt, sieht die Abschaffung der kostspieligen Rollstuhl-Quote bei Neubauten vor.
Im Gegenzug sollen in NRW nur noch Mehrfamilien-Neubauten genehmigt werden, die den weniger strengen Vorgaben für „barrierefreies Wohnen“ genügen. Davon sollen auch Senioren und junge Familien profitieren. „Barrierefrei zu bauen soll das universale Gestaltungsprinzip werden“, so der Entwurf.
 
Die rot-grüne Vorgängerregierung hatte über die sogenannte R-Quote vorgeschrieben, dass ab einem Bau von mehr als acht Wohnungen mindestens eine Wohnung rollstuhlgerecht zu bauen ist. Die entsprechende Sanitätsausstattung, tiefergelegte Bedienelemente an Türen, Fenstern und Elektroinstallationen, zusätzliche Stützbügel und unterfahrbare Einbauküchen führten zu Neubau-Mehrkosten von rund 350 Euro pro Quadratmeter.
 
Scharrenbach hält diese Mehrkosten für ein wesentliches Neubau-Hemmnis. Der zögerliche Neubau wiederum gilt als wesentliche Ursache der Wohnungsnot in Ballungsräumen. Zudem wurde die rot-grüne „R-Quote“ nie mit dem tatsächlichen Bedarf der rund 350.000 Rollstuhlfahrer in NRW abgeglichen.
 
Gestern Abend setzte die schwarz-gelbe Landesregierung unter dem Protest der Opposition durch, dass der Vollzug der rot-grünen Bauvorgaben bis Ende 2018 ausgesetzt wird. Scharrenbachs neue Bauordnung, die der Landtag im kommenden Jahr beschließen soll, soll am 1. Januar 2019 in Kraft treten. Den neuen Mindeststandard für Barrierefreiheit will die Ministerin zusammen mit dem Gesundheitsministerium definieren.
 
„Barrierefrei“ bedeutet unter anderem: großzügigere Bewegungsflächen, Ersatz von Absätzen und Bodenschwellen etwa durch den Einbau von Rampen, sichere und gut erreichbare Installationen vor allem in Küche und Bad. Die Vorgaben sollen neben Rollstuhlfahrern auch „Älteren sowie Familien mit Kindern“ helfen, wie es in dem Entwurf heißt, „denn: barrierefrei ist auch kinderwagengerecht“.
 
Zu den Mehrkosten für einen barrierefreien Bau gibt es unterschiedliche Schätzungen. Die meisten nehmen maximal 50 Prozent der Mehrkosten für einen rollstuhlgerechten Neubau an. Wenn Scharrenbachs Vorgaben aber erst einmal neuer Standard sind, wird die große Nachfrage nach entsprechenden Lösungen die Preise voraussichtlich dämpfen.
 
Die Umrüstung des Altbestandes – mehr als 50 Prozent der knapp neun Millionen Wohnungen in NRW stammen aus den Jahren 1949 bis 1978 – soll nicht vorgeschrieben, aber mit Steuergeldern gefördert werden. Rollstuhl-Neu- und Umbauten soll es trotz der Abschaffung der „R-Quote“ auch weiterhin geben. Sie werden mit Sonderdarlehen unterstützt, bei denen Scharrenbach einen Tilgungsnachlass von bis zu 50 Prozent in Aussicht stellt. Mit einzelnen Städten will sie zudem Vereinbarungen schließen, die dort – aber eben nur dort – eine Zielmarke vorschreiben, wie viel Wohnraum für Menschen im Rollstuhl geschaffen wird.
 
Die SPD lehnte Scharrenbachs Entwurf auf Nachfrage „als schwerwiegenden Rückschritt für Menschen mit Behinderung“ ab. Der Paritätische Wohlfahrtsverband gibt zu bedenken: „Rollstuhlfahrer gibt es überall. Sie brauchen geeignete Wohnungen nicht nur dort, wo es sich für private Bauherren lohnt.“ Vertreter der Wohnungswirtschaft lobten den Vorstoß als Beitrag zur Senkung der Baukosten.
 
Leitartikel Seite A 2
INFO
 
LAND UND BUND TEILEN SICH DIE KOMPETENZEN
 
Planungsrecht: Der Bund gibt vor, ob, was und wie viel gebaut werden darf und welche Nutzungen zulässig sind. 
Bauordnungsrecht: Über ihre Landesbauordnungen geben die Länder vor, wie gebaut werden muss. Die Vorschriften sind der zentrale baupolitische Hebel der Landesregierungen und regeln neben der Gefahrenabwehr auch die Erfüllung sozialer Standards.
 
Quelle: siehe oben und hier der
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4. Nov, 2016

Demografie

Der Anteil an Seniorinnen und Senioren in der Bevölkerung steigt stetig. Damit die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, müssen die Wohnviertel sich verändern. Kempten versucht, Selbständigkeit im Alter zu fördern. 

("Das aktuelle Thema" Allgäuer Zeitung Nr. 251 vom 29.10.2016 - von sih)

Kempten: Jahrzehntelang lebt man in derselben Wohnung, findet sich zurecht, kennt die Nachbarn, fühlt sich wohl in seiner Umgebung. Und so dann kommt das Alter mit all seinen kleinen Beschwerlichkeiten.

In Kempten steigt die Zahl der Senioren stetig, ein Fünftel der Einwohner ist älter. Ja als 65 Jahre. Dieser Anteil wird noch weitaus größer werden und deshalb wird in der Stadt viel gesprochen, wie man Kempten für die tausenden Senioren lebenswert gestalten kann.

Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

Es gibt ein seniorenpolitisches Gesamtkonzept. Umgesetzt werden soll es in kleinen Schritten mit vielen kleinen und größeren Projekten. Ein strategisches Ziel, wie für den Tourismus oder die Kultur Jahr für Jahr viel Geld in die Hand zu nehmen für ein seniorengerechtes Kempten, gibt es nicht. 

„Die Menschen wollen im Alter zuhause wohnen bleiben", sagt Kordula Amann-Fischer vom Amt für Ausbildungsförderung und Wohnungsfragen. Damit sie das auch können, komme es vor allem auf die Gestaltung und die Möglichkeiten innerhalb der Wohnviertel an. Denn: Der Bewegungsradius im Alter erstreckt sich überwiegend auf die eigenen vier Wände und auf 500 Meter rund um das Wohnumfeld.

Daher sollte innerhalb dieses Radius die Versorgung möglich sein. Das heißt: In jedem Quartier sollte es Einkaufsmöglichkeiten, einen Arzt, eine Apotheke, einen Friseur und eine Bank geben. Neben diesen praktischen Dingen ist Amann-Fischer aber vor allem eines wichtig: Die Schaffung eines Wir-Gefühls. Die Menschen sollen in einem wertschätzenden gemeinschaftlichen Umfeld leben."

Anlaufstelle und soziale Projekte für Senioren

Dabei helfen Projekte, die die Bewohner eines Viertels gemeinsam erleben, wie zum Beispiel das Anlegen eines Gartens, ein Mittagstisch oder Filmabende. Solche Projekte wurden vor wenigen Tagen im seniorenpolitischen Ausschuss der Stadt vorgestellt. Wichtig sei außerdem, dass es in jedem Quartier eine Anlaufstelle für Senioren gibt, in der sie sich beraten lassen und Wünsche und Anregungen äußern können.

Das alles ist aber noch Zukunftsmusik. In einigen Stadtteilen, allen voran in der Altstadt, ist bereits eine gute Grund- und Nahversorgung gewährleistet, gibt es soziale Projekte und eine Anlaufstelle. In Kempten-Ost wird derzeit verstärkt geplant. Andere Quartiere aber sind noch kaum seniorenfreundlich.

Einen konkreten Plan, bis wann alle Stadtteile mit den genannten Einrichtungen ausgestattet werden, gibt es nicht, sagt Christine Weixler von der Stadt Kempten.

(Quelle: "Das aktuelle Thema" Allgäuer Zeitung Nr. 251 vom 29.10.2016 - von sih)

3. Nov, 2016

Aufzug

Treppen sind oft ein Grund, weswegen ältere Menschen ihre Wohnung, in der sie jahrzehntelang gelebt haben, verlassen müssen. Ein Aufzug in jedem Haus beugt dem vor.

Barrierefreiheit

Wer mit einem Rollator oder Rollstuhl unterwegs ist, für den stellt schon eine Bordsteinkante oft ein unüberwindbares Hindernis dar. In Neubaugebieten wird daher bereits heute auf Barrierefreiheit geachtet.

Bänke und Grünflächen

Auf dem Weg zum Supermarkt eine Verschnaufpause einlegen oder im Grünen mit dem Nachbarn plaudern auch das ist Lebensqualität.

Beratung

vor Ort Beratung vor Ort und ein Ansprechpartner für Wünsche, Anregungen und Probleme ersparen den Weg zum Amt. In der Altstadt gibt es bereits ein solches Zentrum, für Kempten-Ost läuft die Planung.

Bett

Bettgestell und Lattenrost können elektrisch gesteuert werden. Anders als die Betten im Krankenhau kann dieses Bett einen Menschen nicht nur aufsetzen, sondern gänzlich aufstellen. Wie gefährlich das ist, und ob bei der Benutzung ein Pfleger anwesend sein muss, wird noch getestet.

Bewegungsgeräte

Wer sich viel bewegt, beugt Krankheiten und Verletzungen vor. Beim Sport trifft man außerdem oft auf Gleichgesinnte und kann Freundschaften schließen. Die Stadt Kempten plant die Anschaffung von Bewegungsgeräten für Senioren.

Duschen

Die Dusche ist stufenlos erreichbar und begehbar.

Gartenflächen

Das Miteinander ist entscheidend. Dass niemand einsam zu Hause sitzen muss, dafür sorgen Begegnungsräume und gemeinsame Projekte, wie zum Beispiel ein Garten, den die Quartiers Bewohner bewirtschaften und nutzen. Einen solchen Garten gibt es in Kempten zwischen Pulver- und Mittelgasse.

Kleiderschrank

Im Kleiderschrank kommen dem Bewohner die Kleiderstangen entgegen. Dies passiert elektrisch oder manuell.

Lichtverhältnisse

Das Licht hilft, den Tagesrhythmus zu unterstützen. Morgens hat es mehr Blauanteile und wirkt belebend, abends beruhigen Rot- und Gelbanteile.

Schränke

Schränke sind beweglich und nach oben, unten, rechts und links verschiebbar.

Sensorplatten

Sensorplatten unter dem Boden erkennen, ob eine Person geht, steht oder liegt. Im Ernstfall wird der Hausnotruf ausgelöst.

Tisch

Fest im Boden verankerter Tisch mit Vorkehrungen zum Festhalten.

Toilettengang

Hilfe beim Toilettengang in Anspruch nehmen zu müssen, ist oft unangenehm. Die Toilette in der Forschungswohnung ist so gebaut, dass in vielen Fällen auf fremde Hilfe verzichtet werden kann: Sie reinigt nach der Benutzung den Intimbereich und föhnt diesen anschließend trocken. Die Ausscheidungen werden medizinisch analysiert. In Japan sind diese Toiletten bereits weit verbreitet.

(Quelle: "Das aktuelle Thema" Allgäuer Zeitung Nr. 251 vom 29.10.2016 - von sih)

2. Nov, 2016

Kempten: Die Stadt der Zukunft für Ältere
Der Anteil an Seniorinnen und Senioren in der Bevölkerung steigt stetig. Damit die Menschen in ihrer gewohnten Umgebung behindertengerecht, barrierefrei, altersgerecht = generationenfreundlich bleiben können, müssen die Wohnviertel sich verändern. Kempten versucht, Selbständigkeit im Alter zu fördern.
(Quelle: "Das aktuelle Thema" Allgäuer Zeitung Nr. 251 vom 29.10.2016 - sih)

2. Nov, 2016

Qualifizierung für "Altersgerechte Behindertengerechte Barrierefreie Seniorinnen- / Senioren-Technik" von Handwerksbetrieben durch den BVLG e.V., insbesondere auch von Sanitär- und Elektro-Fachbetrieben zu "generationenfreundlichplus"®