2. Nov, 2016

Kempten: Altersgerechte Assistenzsysteme: Wenn der (Fuß-)Boden erkennt, ob jemand fällt

Hochschule Kempten: In Forschungswohnung werden viele Hilfsmittel getestet 

Eine Schnittstelle zwischen Technik und Alltag schaffen das ist das Ziel eines Wohnprojektes, das die Hochschule Kempten zusammen mit der Bau- und Siedlungsgenossenschaft (BSG) derzeit in Sankt Mang umsetzt.

Das Stichwort lautet „Altersgerechte Assistenzsysteme“ Bewohner für ein selbstbestimmtes Leben". Im Klartext heißt das: Das Leben älterer und benachteiligter Menschen durch Technik unaufdringlich unterstützen.

Wie genau das vor sich gehen könnte, welche technischen Hilfsmittel sinnvoll sind, welche elektrischen Raffinessen Senioren eher verunsichern, das soll in der Forschungswohnung in der Hauffstraße herausgefunden werden. Beispielsweise erkennen Sensoren im Boden, ob jemand darüber geht oder hingefallen ist. Ziel sei nicht ,,Technik um Preis" betont Professor Johannes Zacher, sondern zu erforschen, was den Menschen das alltägliche Leben tatsächlich erleichtert. 

Die Wohnung befindet sich in einem seniorengerechten Wohnkomplex der BSG und wird der Hochschule vergünstigt zur Verfügung gestellt. „Altersgerechte Assistenzsysteme“ sind ein großes Thema in der Wohnungswirtschaft sagt Tanja Thalmeier vom Vorstand der BSG. Der Mehrwert der Forschungsergebnisse könne auf die Genossenschaft übertragen werden. Wann die technischen Hilfsmittel in Wohnungen der BSG zum Standard werden, kann Thalmeier noch nicht sagen. Manches werde vermutlich erst in Jahren für alle nutzbar.

(Quelle: "Das aktuelle Thema" Allgäuer Zeitung Nr. 251 vom 29.10.2016 - sih)